In Menschenleder

Ich entnehme einem Text in Lapham’s Quarterly, daß anthropodermische Bücher im 19. Jahrhundert keine Seltenheit gewesen seien. Das am schwierigsten aufzutreibende und in Menschenhaut gebundene Buch – falls es denn wirklich existiere – sei Marquis de Sades Justine et Juliette – »bound in a woman’s skin or French erotica with a visible human nipple on the cover«. Nie waren abstrakte Schrift und konkreter Körper enger miteinander verbunden, nie waren fiktiver Text und physisches Gewebe deutlicher aneinander gebunden!

Megan Rosenbloom. »A Book by Its Cover: The strange history of books bound in human skin.« Lapham’s Quarterly, Oct. 19, 2016, http://laphamsquarterly.org/roundtable/book-its-cover.

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